| Rivalität Manchester United - Manchester City | ||
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Die Rivalität zwischen Manchester United und Manchester City Während die Rivalität mit Liverpool und Leeds United ihre Ursache in einem Geflecht von geschichtlichen, gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen und sportlichen Aspekten ihren Ursprung findet, ist im Gegensatz dazu die Rivalität mit Manchester City von geradezu einfacher, wie offensichtlicher Natur. Denn die Rivalität mit den Citizens, wie der der 1880 gegründete Fußballclub genannt wird, bezieht ihre Energie aus der geographischen Nähe der beiden Teams zueinander, lediglich 5km Luftlinie trennen die Gründungsorte Gorton und Newton Heath voneinander.
Betrachtet man den zeitlichen Kontext, so befinden sich Manchester United und Manchester City ebenfalls in unmittelbarer Nähe zueinander, 1878 wurde Manchester United als Team von Bahnarbeitern der Lancashire & Yorkshire Railway als Newton Heath LYR FC gegründet, während Manchester City, damals noch unter dem Namen West Gorton/St. Marks, 1880 von Mitarbeitern der St. Marks Church in Manchester gegründet wurde. Das erste belegte Spiel zwischen Manchester United und Manchester City fand als Freundschaftsspiel am 12. November 1881 statt und endete mit einem 3-0 für Newton Heath LYR FC (Manchester United).
Erste Aufeinandertreffen in Wettbewerben In der Saison 1891/92 kam es zum ersten Aufeinandertreffen beider Teams in der Football Alliance. Am 10. Oktober 1891 besiegte Newton Heath LYR FC Ardwick AFC, wie West Gorton/St. Marks seit 1887 hieß, mit 3-1 vor 4.000 Zuschauern an der heimischen North Road. Das Rückspiel an der Hyde Road war lange Zeit umkämpft, doch keins der Teams konnte am Ende den Sieg für sich beanspruchen und so endete das zweite Spiel in der Football Alliance mit 2-2. In der folgenden Saison gingen die beiden Teams aus Manchester verschiedene Wege, während Newton Heath ab der Saison 1892/93 in der First Division der neu gegründeten Football League spielte, trat Ardwick AFC in der Second Division der Football League an. So kam es erst in der Saison 1894/95 zu einem erneuten Wiedersehen beider Teams, diesmal in Second Division der Football League in die Newton Heath nach der Niederlage gegen Liverpool abgestiegen war. Am 3. November 1894 unterlag Manchester City, wie Ardwick AFC nach einer Reorganisation nun hieß, mit 2-5 an der heimischen Hyde Road gegen Newton Heath FC. Vor 14.000 Zuschauern besiegte Stürmer Dick Smith, der insgesamt 37 Tore für Newton Heath schoss, Manchester City fast im Alleingang. Das Rückspiel am 1. Januar 1895 an der Bank Street entschied Newton Heath ebenfalls deutlich mit 4-1 für sich, bei dem erneut Clarkin und Smith, sowie Donaldson trafen. In den folgenden fünf Spielzeiten kam es in der Second Division regelmäßig zu den Duellen zwischen Newton Heath, ab 1902 Manchester United, und Manchester City. Mit Ausnahme der Saison 1898/99 waren diese Derbys immer sehr enge Spiele, dennoch dauerte es bis zum 25. Dezember 1897 als Manchester City durch ein 1-0 den Rivalen aus Newton Heath endlich besiegen konnte, dies war auch zugleich der erste Auswärtssieg von Manchester City. Die Saison 1902/03 brachte das erste Spiel zwischen Manchester United und Manchester City, da kurz zuvor Newton Heath FC in Manchester United umbenannt wurde. Beim Spiel am 25. Dezember 1902 an der Bank Street trotzte Manchester United den Citizens noch ein Remis ab, während das Rückspiel am 10. April 1903 mit 2-0 gewonnen werden konnte.
Erstes Aufeinandertreffen in der First Division und erste Titel Ein paar Jahre später kam es dann zum ersten Aufeinandertreffen zwischen Manchester United und Manchester City auf der höchsten Ebene, der First Division der Football League. Dort gab es allerdings für Manchester United lediglich im Heimspiel ein Unentschieden zu holen, im Spiel an der Hyde Road unterlag man klar mit 0-3. Den ersten großen Titel konnte Manchester City allerdings vor Manchester United verbuchen, denn im FA Cup der Saison 1903/04 besiegten sie die Bolton Wanderers dank eines Tores von Billy Meredith mit 1-0, eben jener Meredith der zwei Jahre später zu Manchester United wechselte und zu jenem schlagkräftigen Team gehörte, dass 1907/08 zunächst die Meisterschaft und 1908/09 den FA Cup gewann.
Nachdem Manchester United 1910/11 die zweite Meisterschaft feiern konnte und 1911/12 den erneuten Gewinn des Charity Shields, kamen auch auf Manchester United magere Jahre zu und so bezogen fortan die Duelle ihre Bedeutung aus der geographischen Lage als aus der sportlichen Rivalität, die bis dahin auch nur punktuell vorhanden war. Dies sollte sich erst wieder in den 50er Jahren und späten 60ern ändern. Während die Zeit von 1920 bis 1947 für Manchester United eher durchwachsen verlief, konnte Manchester City immerhin den zweiten Gewinn des FA Cups 1933/34, sowie die erste Meisterschaft 1936/37 feiern. Doch trotz der unmittelbaren Nähe, waren die Duelle beider Teams bis 1945 von großer Wertschätzung der Spieler und Fans füreinander geprägt.
In diesem Zusammenhang von einer echten Rivalität zu sprechen erscheint angesichts der Tatsache, dass viele Fans sowohl Manchester United als auch Manchester City anfeuerten, nicht unproblematisch. Es war vielmehr ganz normal in der einen Woche das Heimspiel von Manchester United zu verfolgen, um dann in der nächsten Woche, während United zumeist ein Auswärtsspiel hatte, zu Manchester City zu gehen und umgekehrt.
Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg, Beginn der offenen Rivalität Eine Zäsur in der Beziehung zwischen Manchester United und Manchester City stellt die Zeit unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg dar, denn ab dieser Zeit intensivierte sich die Rivalität und beiden Teams die Daumen zu drücken wurden immer unüblicher. Über die Gründe hierfür können wir aus heutiger Sicht nur Mutmaßungen anstellen, es mag zum einen sein, dass sich Manchester an die Verhältnisse in anderen Städten anpasste, zum anderen wird der Umzug aus dem beschädigten Old Trafford in die Maine Road für ein nicht unproblematisches Verhältnis gesorgt haben, denn die horrenden Mieten die Manchester United an Manchester City zu zahlen hatte, waren unter anderem ursächlich dafür, dass Manchester United nach dem Wiederbezug des Old Traffords hohe Schulden angehäuft hatte.
Natürlich ist es aus heutiger Sicht schwer, die genauen Gründe für diesen Einschlag in der Rivalität zu finden und wie zumeist werden die Gründe hierfür vielschichtiger Natur gewesen sein, dennoch trugen die hohen Mietzahlungen mit Sicherheit nicht zu einem guten Verhältnis bei. Neben dieser Entwicklung ist die Intensivierung wohl auch ein Ergebnis der wieder erstarkten sportlichen Leistungen, zunächst von Manchester United und Anfang bis Mitte der 50er Jahre auch von Manchester City. Während Sir Matt Busby, der als Spieler für Manchester City von 1928 bis 1936 auflief, mit Manchester United von 1952 bis 1957 dreimal die englische Meisterschaft gewinnen konnte, dazu zweimal ins Halbfinale des neu gegründeten Europapokals einzog, konnte Manchester City in diesem Zeitraum lediglich 1955/56 den FA Cup gewinnen. Legendär aus Sicht von Manchester City ist mit Sicherheit jenes Auswärtsspiel am 12. Februar 1955 im Old Trafford, als die Citizens Manchester United mit 5-0 dem Rivalen eine äußerst schmerzhafte Niederlage beibrachten. In den Folgejahren revanchierte sich Manchester United und gewann im Old Trafford in den Jahren 1957, 1959 und 1960 ihrerseits sehr deutlich. Nach der kurzen Phase des sportlichen Erfolgs von 1953 bis 1958, verabschiedete sich Manchester City aus der Spitze des englischen Fußballs und kehrte erst gegen Ende der 60er Jahre zurück. Während Manchester United zwei weitere Meisterschaften, den Europapokal, sowie zweimal den Charity Shield gewinnen konnte, brach die große Zeit von Manchester City mit dem Gewinn der Meisterschaft 1967/68 und dem Europapokal der Pokalsieger 1969/70 an.
Intensivierung der Rivalität auf dem Spielfeld Diese Zeit, in der beide Mannschaften eine bis dato nicht gekannte sportliche Rivalität entfalteten, ist auch gleichzeitig der Beginn der Intensivierung der Rivalität auf dem Spielfeld. Waren die Begegnungen zwischen Manchester United und Manchester City auf dem Spielfeld eher freundlich verlaufen, so änderte sich dies schlagartig durch eine Reihe von sehr kampfbetonten Begegnungen. Aufgrund dieser Begegnungen intensivierte sich die Rivalität zusehends und schlug bald in offenen Hass um. Begonnen hat es am im Dezember 1970 als George Best im Manchester Derby Glyn Pardoe den Fuß brach, was dazu führte, dass dieser um ein Haar seinen Fuß verlor. In der folgenden Saison gerieten George Best und Francis Lee beim 3-3 von Manchester United und Manchester City aneinander, da Lee den Nordiren beschuldigte sich grundlos fallen zu lassen. Denkwürdig ist auch das Spiel am 21. April 1973 im Old Trafford als sich Mike Doyle und Lou Macari derart in die Haare bekamen, dass es zu offenen Gewalttätigkeiten kam. Beide Spieler wurden des Feldes verwiesen, weigerten sich jedoch das Spielfeld zu verlassen. Nur die Androhung eines Spielabbruchs konnte die beiden Streithähne dazu bewegen dem Schiedsrichter folge zu leisten.
Das Denis-Law-Spiel Das, aus heutiger Sicht, legendärste Derby und für Manchester United wohl auch das bitterste Spiel gegen Manchester City fand 27. April 1974 im Old Trafford statt. Manchester United benötigte unbedingt einen Sieg um nicht abzusteigen und ausgerechnet Manchester Uniteds Legende Denis Law war es, inzwischen bei Manchester City, der per Hacke seine United am vorletzten Spieltag in die zweite Liga beförderte. „In meinem ganzen Leben habe ich mich nie so elend gefühlt wie an diesem Tag, 19 Jahre lang habe ich alles gegeben um Tore zu schießen und ausgerechnet mein letztes war eines was ich besser nicht hätte erzielen sollen." soll der Schotte nach dem Spiel gesagt haben.
Nachdem Denis Law ausgewechselt wurde stürmten die Fans von Manchester United das Feld um mit dem Mute der Verzweiflung einen Spielabbruch zu erzwingen, doch es half alles nichts. Manchester City hatte nicht nur den Rivalen in die zweite Liga geschickt, schlimmer noch, ausgerechnet Denis Law war dafür verantwortlich, was für Manchester City eine Genugtuung in doppelter Hinsicht bedeutete. Noch heute ist jenes Spiel am 27. April 1974 nur als das Denis Law Spiel bekannt und trotz der Tatsache das selbst ein Remis für Manchester United zu wenig gewesen wäre, erinnern sich die Citizens an das Spiel mit den Worten "The day Denis Law back-heeled United into the Second Division."
Doch Manchester United erholte sich schnell von diesem Schock, stieg in der folgenden Saison direkt auf und besiegte am 4. Mai 1976 Manchester City an gleicher Stelle mit 2-0.
Manchester United und Manchester City gehen unterschiedliche Wege Seit diesen Tagen in den 70er Jahren haben die Spiele zwischen Manchester United und Manchester City eine vollkommen neue Dimension erreicht, die die nachfolgenden Generationen auf dem Fußballfeld weiterführen sollten. In sportlicher Hinsicht gingen beide Teams in den folgenden Jahre unterschiedliche Wege, während Manchester United nach dem Abstieg sich langsam aber sicher anschickte sich auf Dauer als Spitzenteam zu etablieren, stieg Manchester City 1982/83 aus der First Division ab. Für Manchester City begannen nun Jahre zwischen der ersten und zweiten Liga und demzufolge wurden die Derbys seltener, was aber nicht bedeuten soll, dass deren Intensität nachließ. In Erinnerung wird wohl der 23. September 1989 bleiben als Manchester City den Rivalen Manchester United mit 5-1 an der Maine Road besiegte, die Antwort auf diese schmerzhafte Niederlage von Manchester United erhielt Manchester City am 10. November 1994 als die Red Devils die Citizens mit 5-0 aus dem Old Trafford fegten. Während die Verhältnisse in der 90er Jahren sehr deutlich waren, Manchester United verlor kein einziges Spiel gegen Manchester City in dieser Dekade, so sei an dieser Stelle angemerkt, dass das letzte Derby des Millenniums bereits 1995/96 stattfand und Manchester City danach sogar in die dritte Liga abrutschte.
Fortsetzung der Rivalität im neuen Millennium Wer nun gedacht hätte die Jahre ohne ein direktes Aufeinandertreffen von Manchester United und Manchester City hätten dafür gesorgt, dass sich die Rivalität merklich abkühlte, sah sich eines besseren belehrt als direkt beim zweiten Aufeinandertreffen am 21. April 2001 Roy Keane Alf-Inge Haaland so schlimm foulte, dass dieser seine Karriere beenden musste. Zwar entstand die Fehde zwischen Keane und Haaland schon 1998 als dieser noch für Leeds United spielte, doch in der hitzigen Derbyatmosphäre erlangte diese Fehde bedauerlicherweise traurige Berühmtheit.
Das letzte Spiel zwischen Manchester City und Manchester United an der Maine Road endete mit einem 3-1 Sieg der Citizens am 9. November 2002, dies war der erste Sieg von Manchester City über Manchester United seit dem legendären 5-1 Sieg aus dem Jahr 1989 und beendete damit eine 13 Jahre andauernde Durststrecke von Manchester City. Auch das erste Spiel im neuen City of Manchester Stadium am 14. März 2004 konnten die Citizens mit 4-1 für sich entscheiden. Manchester United konnte hingegen in der Saison 2006/2007 beide Spiele, sowohl im Old Trafford als auch im City of Manchester Stadium für sich entscheiden, wobei letzteres Manchester United am vorletzten Spieltag auf dem Boden des Rivalen zum Meister machte. Manchester City revanchierte sich in der folgenden Saison und gewann 50 Jahre nach dem Absturz der Mannschaft von Manchester United ebenfalls beide Spiele. Es war das erste Mal seit der Saison 1969/70, dass dies Manchester City gelungen war und zudem der erste Sieg im Old Trafford in der Liga seit 1974. An dieser Stelle soll nicht unerwähnt bleiben, dass beim Spiel im Old Trafford, sämtliche Fans, sowohl von United als auch von City, der Toten von München durch eine gemeinsame Schweigeminute gedachten.
Ferguson: "Das beste Derby aller Zeiten" Das vielleicht beste Derby zwischen Manchester United und Manchester City, wenn man den Worten von Sir Alex Ferguson Glauben schenken mag, fand am 20. September 2009 im Old Trafford statt und endete 4-3, nachdem es City immer wieder geschafft hatte auszugleichen war es Michael Owen der in 95. Minute den Siegtreffer erzielte. Und auch das Rückspiel am 17. April 2010 gewann Manchester United durch ein Last-Minute-Tor, diesmal von Paul Scholes.
Nach dem Ende der Saison 2009/10 waren Manchester United und Manchester City in 156 Pflichtspielen aufeinander getroffen, dabei ging Manchester United 65 mal als Sieger vom Platz, während Manchester City 42 Spiele gewinnen konnte. Daneben gab es noch eine große Anzahl an Derbys die in keinem regulären Wettbewerb stattfanden, so spielten Manchester United und Manchester City während des 2. Weltkriegs alleine 44mal gegeneinander. In den letzten Jahren sind diese Spieler eher Abschiedsspiele von Spielern wie Paul Lake oder Denis Erwin gewesen. Die Topscorer dieser Derbys sind bis heute Joe Hayes und Francis Lee mit je 10 Treffern, gefolgt von Sir Bobby Charlton mit 9 Toren.
Die Mini-Derbys zwischen United und City Auch die Reserve Teams beider Mannschaften können sich dieser Rivalität nicht entziehen und so sind die Spiele der Citizens und der Red Devils im Lancashire Cup und im Manchester Senior Cup ebenfalls von dieser Rivalität stark geprägt. Diese Spiele zwischen den Reserve Teams werden häufig mit dem Begriff Mini-Derby bedacht, dies gilt jedoch nicht nur für Spiele der Reserve Teams von Manchester United und Manchester City, sondern ebenfalls für Spiele des FC United of Manchester und Maine Road FC, die ebenfalls als Mini-Derbys bezeichnet werden, da beide Clubs durch Fans des jeweiligen Vereins gegründet wurden. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Abneigung gegenüber Manchester City sich beim FC United of Manchester fortgesetzt hat.
United und City - gegenseitige Abneigung Neben der Rivalität mit Liverpool ist die Rivalität mit Manchester City wohl eine der intensivsten Rivalitäten von Manchester United im Speziellen und dem englischen Fußball im Allgemeinen. Durch die Intensivierung nach dem 2. Weltkrieg und insbesondere durch die Ereignisse der 70er Jahre macht die gegenseitige Abneigung bei den Fans der beiden Teams keineswegs halt. Sie durchsetzt und infiziert die Spieler, Trainer und ist das Thema in Manchester wenn es um Fußball geht. So sparen beide Seiten nicht mit Spott wenn es um den Rivalen geht. Die Anhänger von Manchester United haben im Laufe der Zeit geradezu eine Obsession entwickelt die titellose Zeit von Manchester City zu zählen und werden nicht müde diese Tatsache zu wiederholen, denn während Sir Alex Ferguson mit United in seiner Zeit bei den Red Devils eine wahre Titelsammlung anhäufte, gewann Manchester City in diesem Zeitraum nichts. So findet man bspw. in Stretford End das berühmte Uhrentransparent, dass die titellosen Jahre von Manchester City zählt.
Doch auch die Fans von Manchester City stehen ihren roten Nachbarn in nichts nach und werden nicht müde zu betonen, dass Manchester United gar nicht aus Manchester kommt, da Old Trafford ausserhalb der eigentlichen Stadtgrenze, in Stretford liegt und lediglich zu Greater Manchester gehört, natürlich wissen auch die Citizens nur zu gut, dass Manchester United in Newton Heath, einem Stadtteil von Manchester gegründet wurde. Doch diese ganz eigenen Sticheleien entbehren nicht eines gewissen Charmes und sind Teil der Rivalität. Wenn in Manchester das Derby ansteht, ist die Spannung in der Stadt fast schon greifbar, denn schon lange geht es nicht mehr bloß um Fußball, sondern um die existenzielle Frage nach Rot oder Blau.
Die Stadt hat diese Frage in sich aufgezogen und von Salford nach Broughton, über Bradford nach Stretford beherrscht und spaltet diese Frage eine ganze Stadt. Je nach Ausgang verläuft die Woche für Fans. War das eigene Team siegreich nehmen die Männer und Frauen am Montagmorgen ihre Arbeitsplätze mit stolzgeschwellter Brust ein, bei einer Niederlage soll es aber schon vorgekommen sein, dass die Krankmeldungen rapide in die Höhe schnellten. Auch für Sir Alex Ferguson, der ebenfalls eine ganz besondere Beziehung zu City pflegt, sind diese Derbys auch Ausdruck seines Werkes und so ist es nur allzu verständlich, dass Ferguson das 1-5 gegen Manchester City aus dem Jahre 1989 auch als seine ganz persönliche Niederlage ansieht. So sei Ferguson nach dem Spiel nach Hause gegangen und habe sich im Bett ein Kissen über den Kopf gezogen um sich zu verkriechen.
'Red or Blue' - Eine existenzielle Frage Doch ungeachtet der Rivalität, gibt es durchaus Moment die den Geist der Vergangenheit durch Manchester wehen lassen und an Zeiten erinnern in denen Manchester eben nicht Rot oder Blau war, sondern Rot und Blau. Das sind solche Momente wie die Gedenkfeier zum 50. Jahrestag der Tragödie von München-Riem, oder die Ehrung von Citys Team aus den 60ern und die Ehrung der Busby Babes. In jenen Momenten, tritt die Rivalität zwar nie ganz zurück, aber sie ist nicht mehr latent greifbar, sie ordnet sich dem höheren Ziel unter, eben jenem der gesamten Stadt Manchester und der sportlichen Historie. Und mag die Abneigung aufeinander noch so groß sein, diese Tatsache macht das Derby wohl zu etwas ganz besonderem. Es ist kein Klassenkampf, kein Kampf der Systeme, kein Kampf aufgrund von ideologischen, kulturellen oder religiösen Differenzen, kein Kampf von Geldadel gegen neureiche Emporkömmlinge, sondern immer und außschließlich ist das Manchester Derby ganz einfach Rot gegen Blau.
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