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Ferguson: Bébé war Intuition
Geschrieben von: Thorsten H.    Mittwoch, 18. August 2010    Drucken E-Mail

Für die Neuverpflichtung Bébé hat Sir Alex Ferguson allem Anschein nach mit seinem lebenslangen Prinzip gebrochen den Spieler vor der Verpflichtung persönlich in Aktion zu begutachten. Warum der 68jährige Manager von Manchester United plötzlich mit seinen Prinzipien brach dürfte einerseits mit dem Faktor Zeit zusammenhängen, der im Fall von Bébé  von großer Bedeutung war und andererseits mit dem Vertrauen, dass Ferguson in das Scoutingnetzwerk von Manchester United hat.

Sir Alex Ferguson (Foto: Austin Osuide)

Heraus kam am Ende eine der überraschensten Verpflichtungen in diesem Sommer, zumal Manchester United für Bébé einen ordentlichen Betrag an Guimaraes überwiesen hat. Tatsächlich scheint Manchester United in diesem Fall unter Zugzwang gestanden zu haben, denn das Interesse anderer großen Clubs war offensichtlich und so entschied sich Sir Alex Ferguson dazu schnell zu handeln, ohne das Ferguson den Spieler persönlich in Augenschein nehmen konnte. Denn manchmal, so der Schotte, muss man auf seinen Instinkt und die Mitarbeiter vertrauen.

 

 

Ferguson folgt seinem Instinkt

In dieser Form war es aber auch für Sir Alex Ferguson das erste Mal, der großes Vertrauen in das Scoutingnetzwerk von Manchester United hat und dem mitgeteilt wurde, dass man im Fall Bébé möglichst schnell handeln sollte. Eine schnelle Entscheidung wurde gefällt und Bébé  verpflichtet, dennoch glaubt Ferguson nicht an ein Risiko. Vielmehr ist es für Ferguson eine Investition in ein großes Talent, dass nicht, wie viele andere Spieler, die gleichen Möglichkeiten genießen konnte sich zu entwickeln.

Zumal Bébé noch so jung ist, dass er nicht unter die Home-Grown Regel fällt und damit nicht in dem 25 Mann starken Kader geführt werden muss. Der junge, physisch starke Portugiese bekommt nun alle Zeit der Welt um sich entwickeln zu können und angesichts der Qualität die Manchester United im Kader hat, besteht auch kein Grund dazu ihn übereilt einsetzen zu müssen. Vielmehr wird er langsam an das Team herangeführt werden und die Zeit bekommen die er braucht um die ersten Schritte zu vollziehen.

Bébé gibt sich selbstbewusst angsichts der großen Aufgabe

Bébé selbst sieht es auch realistisch, natürlich ist die Premier League und Manchester United ein großer Traum von ihm gewesen, aber nun, da er so schnell den Weg nach Manchester gefunden hat, weiss der Angreifer nur zu gut, dass es nun gilt täglich so hart wie möglich zu arbeiten und die Chance zu ergreifen, die sich ihm bietet. Ein erste Änderung war für die Reporter bereits offensichtlich, seine langen Haare mussten einer Kurzhaarfrisur weichen.

An Selbstbewusstsein mangelt es dem Neuzugang von Manchester United trotz fehlender Erfahrung in den höheren Spielklassen indes nicht. Denn schließlich hat Manchester United ihn sofort verpflichtet und diese Tatsache scheint den jungen Portugiesen in seinem Bewusstsein zu bestärken, dass er trotz aller Widrigkeiten in seinem bisherigen Leben es bei Manchester United weit bringen wird. „Ich bin schnell, spiele sehr gut und schieße eine Menge Tore“ so Bébé  auf die Frage warum man ausgerechnet ihn verpflichtet habe. Doch er fügt gleich an, dass es nun gelte hart zu arbeiten und zu lernen. Man darf gespannt sein wo der Weg des Portugiesen hinführen wird.

 
 
 
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