| Die Jahre nach Matt Busby (1969 - 1986) | ||
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Kurze Rückehr und die Zeit des Frank O'Farrell (1969 - 1972) Nachfolger des legendären Sir Matt Busby wurde zur Saison 1969/1970 der bisherige Reserve Teamcoach Wilf McGuiness, der zunächst als Spieler, dann als Coach seit Mitte der 50er Jahre dem Club verbunden war. Doch er agierte unglücklich und konnte die großen Fußstapfen seines Vorgängers nicht ausfüllen und somit ging McGuiness bereits während der Saison 1970/71 auf seinen alten Posten als Teamcoach der Reserve zurück. Sir Matt Busby übernahm übergangsweise ein letztes Mal die Geschicke der Mannschaft, bevor er sich dann mit Ablauf der Saison 1970/71 endgültig aus dem Club zurückzog.
Als sein legitimer Nachfolger war Frank O’Farrell vorgesehen und zu Beginn der neuen Saison lief alles wie man es sich erhofft hatte, doch eine Niederlagenserie von 7 Spielen sorgte schließlich dafür, dass die Red Devils, zum dritten Mal in Folge, die Saison auf dem 8. Platz beendeten. Nach dem Verlust von Spielern wie Nobby Stiles und Pat Crerand, die United bereits 1971 verlassen hatten, kamen die Red Devils einfach nicht zur Ruhe. Neben George Best der öfters durch Disziplinlosigkeiten auffiel und einem furchtbaren Start in die Saison 1972/73, in der man in den ersten 9 Spielen keinen einzigen Sieg verbuchen konnte, trennte man sich schließlich am 19. Dezember 1972 nach einer 0-5 Niederlage gegen Crystal Palace von Frank O’Farrell.
Der Liebling der Fans und weitere Titel (1972 - 1977) In gewisser Weise ging in jenen Tage eine Ära zu Ende, neben Bill Foulkes der das Team bereits 1970 nach 19 Jahren verlassen hatte und Sir Bobby Charlton der 1973 das Team verlies, gab auch George Best zweimal seinen Rücktritt bekannt, von dem er in beiden Fällen jedoch wieder zurücktrat. Der Nachfolger von Frank O’Farrell, Tommy Docherty, stand vor einer schweren Aufgabe. Zwar schaffte er es den Abstieg in die Second Division zu verhindern, jedoch betrachteten viele Außenstehende Manchester United mit großer Skepsis, da das Team hauptsächlich aus denen in die Jahre gekommenen Spielern aus der Schule des Sir Matt Busby bestand, sowie den älteren Spielern die O’Farrell und Docherty verpflichtet hatten.
Mit Dennis Law verlies dann kurz darauf eine weitere lebende Legende Manchester United, um beim Rivalen Manchester City sein Glück zu versuchen, was für United noch eine tragische Entscheidung werden sollte. Im Spiel gegen Manchester City benötigte man einen Sieg um nicht abzusteigen, doch Dennis Law besiegelte mit dem einzigen Tor des Spiels das Schicksal der Red Devils und so musste Manchester United zum ersten Mal seit 1937 den Gang in die Second Division antreten. Mit George Best, der seit 1963 für United gespielt hatte, verlies zum Ende der Saison 1973/74 eine weitere Legende den Club.
Tommy Docherty begann nach dem Abstieg sofort mit den notwendigen Veränderungen im Team und setzte wieder, in guter alter Tradition des Sir Matt Busby, auf junge, talentierte Spieler wie Sammy McIlroy, um die er sein neues Team aufbaute. Die folgende Saison 1974/75 konnte United mit einem neuen Gesicht überzeugen und trotz des Abstieges stiegen die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen rapide an. Der direkte Wiederaufstieg gelang mit Bravour und man platzierte sich als Aufsteiger 1975/76 auf dem dritten Platz und erreichte das FA Cup Finale in dem man leider Southampton mit 0-1 in Wembley unterlag. In der nächsten Saison hatte man zwar einige Probleme, dennoch konnte man an die viel versprechenden Leistungen der Vorsaison anknüpfen und landete am Ende auf einem 8. Platz. Auch das FA Cup Finale wurde erneut erreicht, doch im Gegensatz zur Vorsaison war man gegen den Liverpool F.C. erfolgreich und gewann den FA Cup nach 1909, 1948 und 1963 zum vierten Mal. Tommy Docherty hatte es geschafft Manchester United ein neues, junges und erfolgshungriges Team zu geben, dass aus Spielern wie Stuart Pearson, Brian und Jimmy Greenhoff, Arthur Albiston, Steve Coppell und vielen anderen bestand. Doch eine Affäre mit Mary Brown der Frau des Physiotherapeuten von Manchester United, zog einen unüberwindbaren Graben zwischen den Vorstand und den Manager. Nachdem man keine Möglichkeit sah, beendete man die Zusammenarbeit mit Tommy Docherty, der nicht nur sehr erfolgreich sondern auch bei den Fans sehr beliebt war.
Dave Sexton, der "fast" Meister und FA Cup Sieger (1977 - 1981) Dochertys Nachfolger in der Saison 1977/78 wurde Dave Sexton, der bis zu seinem Engagement bei den Red Devils u.a. die Pensioniers und die Hoops trainiert hatte. Angesichts der großen Beliebtheit von Docherty brauchte Sexton schnelle Erfolge um die Fans von seinen Fähigkeiten überzeugen zu können. Seine Erfolge als Manager sprachen für ihn, FA Cup, Europapokal der Pokalsieger und mit den Queens Park Rangers gelang es ihm aus dem vermeintlichen Underdog einen echten Meisterschaftskandidaten zu machen. Die Saison war für United allerdings eher eine Enttäuschung, in der Liga landete man nur auf dem 10. Platz und im Europapokal war bereits in der zweiten Runde gegen den FC Porto Endstation für die Red Devils.
Trotz eigentlich guter Verpflichtungen wie Gordon McQueen, Gary Baily, Ray Wilkins und Joe Jordan blieb Dave Sexton der ganz große Wurf verwehrt. Dies sollte sich auch in der folgenden Saison nicht ändern, zwar erreichten die Red Devils das FA Cup Finale, dort unterlagen sie jedoch den Gunners aus London. In der Saison 1979/80 schien es so als hätte Dave Sexton nun seinen Weg gefunden, die Mannschaft spielte schönen und gradlinigen Fußball und wurde in der Meisterschaft nur von den alten Rivalen aus Liverpool übertroffen. Dieser gute zweite Platz schürte in Manchester die Hoffnungen, dass die legendäre United wieder an die alten glorreichen Tage anknüpfen konnte. Die Fans sollten sich jedoch in ihren Hoffnungen nicht bestätigt sehen, zumindest vorerst nicht. Eine Verletzungsserie lies United nie die Form der letzten Saison erreichen, hinzu sollte der Umstand kommen, dass Dave Sexton den Stürmer Garry Birtles für die Rekordsumme von 1,5 Mio. € verpflichtete. Was sich jedoch im Nachhinein als eines der größten Missverständnisse in der Geschichte der United herausstellen sollte. Garry Birtles, mit viel Lob und Vorschußlorbeeren nach Manchester gekommen, brauchte sage und schreibe 30 Spiele bis die United Fans ein Tor von ihm bejubeln konnten. Unter diesen Vorraussetzungen wusste Dave Sexton nur zu gut, dass eine „fast“ Meisterschaft in der vergangenen Saison und ein „fast“ FA Cup zu wenig für den Anspruch der Red Devils waren. Demzufolge gingen United und Dave Sexton nach dem Ablauf der Saison 1980/81 wieder getrennte Wege.
Der Traum vom Gewinn der Meisterschaft (1981 - 1986) Der Vorstand Martin Edwards machte sich sogleich auf die Suche nach einem neuen Manager der den Anforderungen von Manchester United entsprechen und der den Meistertitel wieder nach Trafford bringen würde. Als Kandidaten sah Edwards u.a. Bobby Robson der mit Ipswich Town gerade den UEFA Cup gewonnen hatte, Lawrie McMenemy, den Manager von Southampton der fünf Jahre zuvor mit seinem Team Manchester United im FA Cup Finale geschlagen hatte und Ron Atkinson. Auf letzteren fiel am Ende die Wahl, da man in ihm den richtigen Mann für den richtigen Job sah. Atkinson war einer der wohl besten Manager zu jener Zeit, hatte in der Liga West Bromwich Albion dreimal in Folge unter die ersten Vier geführt und war mit seinem Team, dass als echter Underdog galt, bis ins Viertelfinale des UEFA Cups vorgestoßen.
Ron Atkinson machte sich sogleich daran für United ein schlagkräftiges Team zusammen zu stellen. Eine seine ersten Handlungen waren die Verpflichtungen von Atkinsons Schützling bei West Bromwich, Bryan Robson, für die Rekordsumme von 2,1 Mio. €, sowie seines Teamkameraden Remi Moses für 900.000 €. In guter Tradition der United setzte aber auch Atkinson auf die Jugendförderung und so konnte sich im Alter von 17 Jahren ein Norman Whiteside in die erste Mannschaft spielen.
Die Erwartungen die man rund um Manchester in Atkinson setze schienen gerechtfertigt, denn in seiner ersten Saison als Manager lies er wieder einen attraktiven Fußball spielen und belegte am Ende einen guten dritten Platz. Im Finale des FA Cups besiegte man vor 92.000 Zuschauern Brighton & Hove Albion mit 4-0 und konnte die Trophäe zum fünften Mal gewinnen. Trotz fehlender Titel, vom Charity Shield abgesehen, betrachtete man die Saison 1983/84 als einen Erfolg, denn United beeindruckte mit einem furiosen Start in die neue Saison und verbuchte in den ersten 15 Spielen 13 Siege und 2 Unentschieden. Diese Saison sah auch wieder eine legendäre Europapokalnacht im Old Trafford. Gegner war kein geringerer als der FC Barcelona. Im Hinspiel hatte man im Camp Nou noch mit 0-2 das Nachsehen und viele Experten rechneten mit einem Knock-out der United aus dem Viertelfinale des Europpokals der Pokalsieger. Doch in einem legendären Spiel drehten die Red Devils das Spiel durch Tore von Bryan Robson (2) und Frank Stapleton und gewannen mit 3-0 vor 58.547 Zuschauern im heimischen Old Trafford.
Nur ein Jahr später in der Saison 1984/85 konnte man erneut den FA Cup gewinnen, der zweite unter der Rigide von Ron Atkinson und belegte in der Liga den vierten Platz, was für viele eine Enttäuschung war. Doch neben dem FA Cup gab es weiteren Anlass zur Freud auf Seiten der Anhänger der Red Devils. Ein weiterer Jugendspieler sicherte sich im Laufe dieser Saison einen Platz in der ersten Mannschaft, nicht nur das, er wurde auf Anhieb Topscorer der Red Devils. Mark Hughes erzielte in seiner ersten Saison im Profikader von Manchester United auf Anhieb 16 Tore in der Liga und 24 Tore insgesamt.
Die Saison 1985/86 begann für United furios, man stellte mit 10 Siegen in Folge einen Startrekord auf, geriet aber im neuen Jahr in ein schweres Formtief, verlor mit Bryan Robson auch noch eine wichtige Stütze der Mannschaft durch eine schwere Verletzung und landete am Ende der Saison auf einem enttäuschenden vierten Platz, wieder war man trotz anfänglicher Überlegenheit nicht in der Lage gewesen den Meistertitel nach 1967 wieder nach Manchester zu holen. So wie die letzte Saison geendet hatte, so begann auch die neue Saison. Ohne den inzwischen gegen seinen Willen zu Barcelona gewechselten Mark Hughes, verlor die United ihre ersten drei Spiele, darunter auch eine Heimniederlage gegen den Aufsteiger Charlton Athletic. Durch diesen schlechten Start in die Saison, verstärkten sich die Gerüchte, die bereits vor der Saison um Old Trafford kursierten, dass der Schotte Alex Ferguson Ron Aktinson in Manchester beerben sollte. Manchester United konnte sich auch in den folgenden Spielen nicht von dem schwachen Saisonstart erholen und schaffte es einfach nicht sich mit einer Serie aus dem Tabellenkeller zu verabschieden. Ron Atkinsons Zeit war dann auch am 5. November 1986, nach einer desaströsen 1-4 Niederlage im Ligapokal gegen Southampton, abgelaufen. Nur einen Tag später, am 6. November 1986, traf Alex Ferguson in Manchester ein.
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