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Man Utd. Geschichte
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Hinweis: Dies ist nur die deutlich gekürzte Version der Geschichte Manchester Uniteds. Um die komplette und ausführliche Geschichte abzurufen benutzt bitte die Kapitelauswahl im Untermenü oder die folgenden Links.

 

 


 

 

Die Gründungsjahre (1878 - 1902)

Manchester United, mit vollem Namen „Manchester United Football Club“ wurde am 5. März 1878 unter dem Namen Newton Heath Lancashire and Yorkshire Railway Football Club gegründet. Die ersten Spiele fanden anfangs, in den Vereinsfarben Grün und Gold, gegen andere Eisenbahnunternehmen und gegen andere Abteilungen der Lancashire and Yorkshire Railway statt. Fünf Jahre nach der Gründung, in denen man hauptsächlich Freundschaftsspiele gegen ortsansässige Teams bestritten hatte, war es mit Beginn der Saison 1883/84 endlich soweit, Newton Heath LYR F.C., die bereits den Beinamen „The Heathens“ trugen, nahmen zum ersten Mal in ihrer jungen Geschichte an einem regulären Wettbewerb teil.

Büro an der Oldham Road (Foto: Gene Hunt)

Doch im Lancashire Cup unterlag man dem amtierenden FA Cup Sieger, den Blackburn Olympics, mit 2-7. Im Jahr 1886 konnte Newton Heath LYR F.C. den ersten offiziellen Titel ihrer noch sehr jungen Geschichte verbuchen, im Finale des Manchester and District Senior Cups besiegte man am 3. April 1886 Manchester mit 2-1 durch Tore von Black und Watkins vor 6.000 Zuschauern an der Whalley Range. Mit Beginn der Saison 1892/93 trat man der wenige Jahre zuvor gegründeten Football League bei. Doch die erste Saison war alles andere als erfolgreich, am Ende belegte man in der First Division den 16. und damit letzten Platz und nur durch einen Sieg gegen Small Heath wurde der Verbleib in der First Division gesichert.

 

Die zweite Saison in der First Division verlief keineswegs besser und Newton Heath musste erneut in die Relegation, diesmal sollte man jedoch gegen Liverpool mit 0-2 unterliegen und damit den Abstieg in die Second Division perfekt machen.

Doch auch in finanzieller Hinsicht sollten schon bald dunkle Wolken über dem noch jungen Club aufziehen, denn in der Saison 1901/02 geriet man durch Schulden in Höhe von 2.600 Pfund in eine finanzielle Schieflage und musste im Januar 1902 den Bankrott vermelden.

 

Manchester United und die ersten großen Titel (1902 - 1914)

Nur zwei Monate nachdem Newton Heath bankrott anmelden musste, wurde der Club jedoch durch John Henry Davies, einem ortsansässigen Brauereibesitzer und drei weiteren Geschäftsleuten auf Bitten des damaligen Kapitäns des Teams, Harry Stafford, gerettet, indem diese vier Unternehmer eine Summe von 2.000 Pfund aufbrachten und in den Club investierten. Am 26. April 1902 wurde der Club dann offiziell in Manchester United F.C. umbenannt. Waren die Farben des Teams bisher Grün und Gold gewesen, so änderten sich auch diese mit der Umbenennung in Rot und Weiß. 

Man. United 1908 (Foto: Leslie Millman)

Unter dem neuen Manager Ernest Magnall, der 1903 seine Aufgabe bei den Red Devils übernahm, konnte der zweite Platz in der Second Division hinter Bristol City gesichert werden und ermöglichte den Red Devils nach 12 Jahren der Abwesenheit ihre Rückkehr in die First Division. Nur zwei Jahre nach ihrer Rückkehr, in der Saison 1907/08, konnte Manchester United den ersten Meistertitel in ihrer Geschichte feiern. Zwar war die Spielzeit 1908/09 aus Sicht des amtierenden Meisters in der Liga eher enttäuschend, man beendete die Saison auf einem enttäuschenden 13. Platz, doch im FA Cup gab es Grund zu jubeln. Vor 71.401 Zuschauern gewann Manchester United zum ersten Mal in ihrer Geschichte am 24. April 1909 den FA Cup gegen Bristol City.

 

Die folgende Saison 1909/10 verlief ohne Titelgewinne und wäre wahrscheinlich aus dem Großteil der Geschichtsbücher verschwunden, wenn da nicht jener Februar des Jahres 1910 gewesen wäre. Man siedelte nach 17 Jahren in Clayton vom Bank Street Ground in das neu gebaute Old Trafford um. In der folgenden Saison 1910/11 feierte man erneut, diesmal in der neuen Heimat Old Trafford, den Meistertitel.

 

United zwischen den Weltkriegen, eine schwierige Zeit (1914 - 1945)

In der Saison 1924/25 gelang es erneut in die höchste Spielklasse aufzusteigen. Doch United fand nicht zur alten Stärke zurück, denn bereits 1930/31 folgte der erneute Gang in die Second Division. Ihren absoluten Tiefpunkt erlebte Manchester United dann in der Saison 1933/34, in der sie zwischenzeitlich auf Platz 20 der Second Division rangierten, bis heute die schlechteste Platzierung die jemals ein Team der United  zu verbuchen hatte. Doch United gelang es, nach weiteren Auf- und Abstiegen, sich durch einen 14. Platz am Ende der Saison 1938/39, wieder in der First Division zu etablieren.

 

Sir Matt Busby und seine Bubsy Babes (1945 - 1958)

Eine neue und die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreichste Ära in der Geschichte von Manchester United läutete die Ankunft des Schotten Matt Busby ein. Die ersten Erfolge ließen auch nicht lange auf sich warten. Als die Football League in der Saison 1946/47 wieder ihren Spielbetrieb aufnahm platzierte man sich am Ende als Zweiter hinter dem Arsenal F.C.. Dies konnten Matt Busby und seine Spieler in den folgenden beiden Jahren erneut wiederholen und 1948 folgte mit dem erneuten Gewinn des FA Cups der erste von vielen weiteren Titeln in der neuen Ära von Manchester United. In der Saison 1951/52 konnte dann auch der erste Meistertitel seit 1910/11 gefeiert werden.

Matt Busby (li.) (Foto: Leslie Millman)

Während andere Teams bei der Erneuerung ihrer in die Jahre gekommenen Teams große Summen für neue Spieler ausgaben, setzte Matt Busby immer konsequenter auf die Jugend. Matt Busby begann damit, ein straffes Netz von Scouts aufzubauen, die im Land nach jungen Talenten Ausschau halten sollten. Das junge Team, mit einem Durchschnittsalter von gerade einmal 22 Jahren, zahlte das Vertrauen das Matt Busby in sie setzte mehr als zurück, denn die Meisterschaften 1955/56 und 1956/57 gingen ebenfalls nach Manchester. Aufgrund ihres Alters und dem guten Händchen ihres Managers wurde das junge Team aus Manchester fortan in den Medien die „Busby Babes“ genannt. Dem Team wurde eine grandiose Zukunft von den Experten prophezeit, doch diese Prognosen wurden durch die größte Katastrophe in der Geschichte von Manchester United zunichte gemacht.

 

Auf der Rückreise vom Spiel gegen Roter Stern Belgrad am 6. Februar 1958 stürzte die Maschine bei einem Startversuch in München-Riem ab. Bei dieser Flugzeugkatastrophe kamen 21 Menschen ums Leben und weitere wurden teilweise schwer verletzt. Nach dem schlimmsten Ereignis in der Geschichte von Manchester United und des englischen Fußballs, übernahm Matt Busbys Assistent Jimmy Murphy für den Rest der Saison die Geschicke des geschockten Teams. Der Manager Matt Busby selbst war schwer verletzt und musste über zwei Monate im Krankenhaus verbringen, ehe er entlassen werden konnte.

 

Der Wiederaufbau durch Sir Matt Busby und die Geburt der Red Devils (1958 - 1969)

In den folgenden Jahren begann der wieder genesene Matt Busby mit dem Neuaufbau der Mannschaft von Manchester United, doch dieser gestaltete sich als sehr schwierig und so landete man am Ende der Saison 1962/63 auf einem enttäuschenden 19. Platz, doch gerade in dieser schwierigen Zeit konnte United glänzen und gewann erneut den FA Cup. Trotz der schwankenden Leistungen sollte das Jahr 1963 ein Jahr werden an das sich viele United Fans gerne erinnern werden. Besaß man mit Dennis Law und Bobby Charlton zwei Akteure der Weltklasse, so kündigte sich mit George Best bereits der nächste Spieler von Weltformat an.

Man. United 1963 (Foto: Leslie Millman)

Die Saison 1963/64 brachte den Red Devils dann ihre alte Stärke und Konstanz wieder. Dennis Law kam auf sagenhafte 46 Tore in allen Wettbewerben und Manchester United landete hinter dem Rivalen aus Liverpool auf dem zweiten Platz. Nur ein Jahr später konnte die wieder erstarkte United endlich den Meistercup in den Himmel von Manchester recken. Doch noch sollte der Höhepunkt der Red Devils in den 60ern nicht erreicht sein. Manchester United konnte in der Folgezeit seine Vormachtstellung weiter ausbauen und gewann in der Saison 1966/67 nach einer Serie von 20 Spielen ohne Niederlage erneut den nationalen Ligatitel.

 

 

Mit diesem Titel legte man zugleich den Grundstein für den ersten internationalen Titel von Manchester United, denn ein Jahr später gewann man gegen Benfica Lissabon den Europapokal der Landesmeister. Sir Matt Busby trat ein Jahr nach dem Sieg im Europapokal in der Saison 1968/1969 vom Posten des Teammanagers zurück, um von nun an die Geschicke des gesamten Vereins als General Manager zu lenken.

 

Die Siebziger und frühen Achtziger (1970 - 1986)

Nachfolger des legendären Sir Matt Busby wurde zur Saison 1969/1970 der bisherige Reserve Teamcoach Wilf McGuiness, doch er konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen, so dass Sir Matt Busby übergangsweise ein letztes Mal die Geschicke der Mannschaft übernahm,  bevor er sich dann mit Ablauf der Saison 1970/71 endgültig aus dem Club zurückzog. Als sein legitimer Nachfolger war Frank O’Farrell vorgesehen und zu Beginn der neuen Saison lief alles wie man es sich erhofft hatte, doch eine Niederlagenserie von 7 Spielen sorgte schließlich dafür, dass die Red Devils, zum dritten Mal in Folge, die Saison auf dem 8. Platz beendeten. Nach einem furchtbaren Start in die Saison 1972/73, in der man in den ersten 9 Spielen keinen einzigen Sieg verbuchen konnte, trennte man sich schließlich am 19. Dezember 1972 nach einer 0-5 Niederlage gegen Crystal Palace von Frank O’Farrell.

Der Nachfolger von Frank O’Farrell, Tommy Docherty, stand vor einer schweren Aufgabe. Die Saison 1973/74 gestaltete sich auch dem entsprechend problematisch und am Ende musst man nach 37 Jahren der Zugehörigkeit zu First Division den schweren Gang in die Second Division antreten. Tommy Docherty begann nach dem Abstieg sofort mit den notwendigen Veränderungen im Team und setzte wieder, in guter alter Tradition des Sir Matt Busby, auf junge, talentierte Spieler wie Sammy McIlroy, um die er sein neues Team aufbaute. Die folgende Saison 1974/75 konnte United mit einem neuen Gesicht überzeugen und trotz des Abstieges stiegen die Zuschauerzahlen bei den Heimspielen rapide an. Der direkte Wiederaufstieg gelang mit Bravour und man platzierte sich als Aufsteiger 1975/76 auf dem dritten Platz und erreichte das FA Cup Finale in dem man leider Southampton mit 0-1 in Wembley unterlag, doch der FA Cup Finaleinzug gelang nur ein Jahr später erneut und diesmal konnten sich die Red Devils durchsetzen. Doch eine Affäre führte schließlich dazu, dass man sich von dem erfolgreichen Tommy Docherty trennte.

Dochertys Nachfolger in der Saison 1977/78 wurde Dave Sexton, der bis zu seinem Engagement bei den Red Devils u.a. die Pensioniers und die Hoops trainiert hatte. Trotz eigentlich guter Verpflichtungen wie Gordon McQueen, Gary Baily, Ray Wilkins und Joe Jordan blieb Dave Sexton der ganz große Wurf verwehrt. Nachdem Dave Sexton in der Meisterschaft als auch im FA Cup jeweils knapp gescheitert war, trennte man sich nach Ablauf der Saison 1980/81 von dem Manager.

Nachfolger sollte Ron Atkinson werden, der auch direkt den FA Cup gewinnen konnte. Dieses Kunststück gelang Ron Atkinson in der Saison 1984/85 erneut, zum letzten Mal wie sich herausstellen sollte, denn danach konnte Atkinson nicht mehr an seine anfänglichen Erfolge anknüpfen. Nach einer erfolglosen Halbserie 1986/87 wurde Ron Atkinson schließlich entlassen. Auf den vakanten Posten des Managers folgte ihm der Schotte Alex Ferguson, ein Glücksgriff wie sich im nach hinein herausstellen sollte.

 

Die Ankunft und erste Titel von Sir Alex Ferguson (1986 - 1999)

Alex Ferguson machte sich so gleich daran die Weichen für den zukünftigen Erfolg zu stellen, was sich anfänglich allerdings nicht als die leichteste Aufgabe erwies und so sah sich auch Alex Ferguson, von Aberdeen gekommen, mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert. In der Saison 1987/88 sollten sich bereits die ersten erkennbaren Schritte in eine erfolgreiche Richtung abzeichnen. Man etablierte sich wieder als ein Topteam, nachdem man die Saison als Zweiter abschließen konnte. Zu Beginn der Saison 1989/90 wurde Manchester United, dem Alex Ferguson nun ein völlig neues Gesicht gegeben hatte, von vielen Experten als einer der Favoriten auf den Titel gehandelt. Doch es gelang den Red Devils nicht diese Erwartungen zu erfüllen und so wurden bereits Ende 1989 Stimmen laut die einen Rauswurf des eigensinnigen Schotten forderten.

Alex Ferguson (Foto: Austin Osuide)

Noch heute gilt das Spiel der dritten Runde im FA Cup am 7. Januar 1990 als das Schicksalsspiel des Alex Ferguson. Damals musste man auswärts gegen Nottingham Forest antreten, während die heimische Presse bereits Nachfolger diskutierte. Hätte man dieses Spiel verloren, so wären wohl die Tage von Alex Ferguson in Manchester gezählt gewesen, doch es kam ganz anders. Durch einen Sieg gegen Nottingham zog man in die nächste Runde des FA Cups ein und auch in der Liga ging es nach diesem Spiel aufwärts. Zwar gelang es in der Liga lediglich Schadensbegrenzung zu betreiben, doch der folgende Gewinn des FA Cups stimmte viele Fans versöhnlich.

 

Die Saison 1990/91 sah eine stark verbesserte United und europäische Ehren für die Stadt im Nordwesten Englands. In der Liga landete man am Ende auf einem passablen sechsten Platz, während aber, dass eigentliche Highlight der Saison nicht auf englischem Boden stattfinden sollte. Nach dem Ende der Sperre englischer Teams vom Europapokal gaben die Red Devils im Europapokal der Pokalsieger eines jener magischen Comebacks, für die sie in früheren Jahren berühmt und gefürchtet waren. Am Ende stand der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger zu Buche. Für die neue Saison waren die Erwartungen entsprechend hoch, denn 25 Jahre nach dem letzten Titel in der Liga deutete alles darauf hin, dass die Red Devils nun bereit für den großen Triumph waren.

Doch trotz starker und überzeugender Vorstellungen in der Liga scheiterte man am Ende knapp hinter dem Rivalen aus Leeds. In Manchester gab es dennoch Grund zur Freude, denn im Finale des League Cups besiegte man Nottingham Forest durch ein Tor von Brian McClair mit 1-0 und gewann zum ersten Mal den englischen Ligapokal. Auf dem Platz machte der damals 17jährige Ryan Giggs auf sich aufmerksam, der rund um Old Trafford bereits als neuer George Best gefeiert wurde und trotz des frühen Ausscheidens im Europapokal der Pokalsieger gegen Atletico Madrid konnte man einen europäischen Pokal gewinnen. Am 19. November gastierte im Old Trafford Roter Stern Belgrad im europäischen Supercup, die man ebenfalls mit 1-0 (wieder durch Brian McClair) bezwingen konnte.

Old Trafford (Foto: Austin Osuide)

Nach 26 Jahren hatte das Warten in der Saison 1992/93 endlich ein Ende und man konnte den Gewinn der Meisterschaft feiern. United war für die Saison 1993/94 gut gerüstet und gewann erneut die Premier League, aber damit nicht genug, neben dem Charity Shield konnte in dieser Saison mit dem Gewinn des FA Cups das Double perfekt gemacht werden. In der folgenden Saison konnte Manchester United, außer dem Charity Shield, keinen weiteren Titel gewinnen, war aber dennoch oft in den Schlagzeilen, allerdings waren es nicht immer die Schlagzeilen die sich United erhofft hatte.

 

 

In der Liga lieferte man sich ein packendes Duell mit den Blackburn Rovers bis zum letzten Spieltag, jedoch gab man an diesem letzten Spieltag die Meisterschaft durch ein 1-1 in Upton Park gegen die Hammers aus der Hand. United geriet aber vor allem durch den Tritt von Eric Cantona gegen Matthew Simmons, einem Crystal Palace Anhänger, der ihn vorher beleidigt hatte, in die Schlagzeilen.

In den folgenden Spielzeiten konnte die titellose Saison vergessen gemacht werden, mehr noch, United schrieb wieder einmal Geschichte in dem sie sowohl 1995/96 als auch 1996/97 die Meisterschaft und FA Cup gewinnen konnten, dies war bisher noch keinem englischen Team gelungen. Nach einer verpassten Titelverteidigung in der Saison 1997/98, sollte die folgende Spielzeit, die Saison 1998/99 die wohl erfolgreichste in der Vereinsgeschichte von Manchester United werden. Neben der Premier League und dem FA Cup gewann man auch nach 1968 die UEFA Champions League durch ein 2-1 gegen Bayern München, in dem die Red Devils das Spiel in der Nachspielzeit drehten.

 

Manchester United im neuen Jahrtausend (2000 - 2010)

In der folgenden Saison konnte man immerhin den Titel in der Premier League verteidigen, nachdem man sich lange Zeit ein enges Rennen mit Leeds United lieferte. Auch der Intercontinental Cup wanderte in der Saison 1999/2000 nach Manchester. Den dritten Meistertitel in Folge feierte man ein Jahr später, während die Saison 2001/02 für United ohne weitere Titel zu Ende gehen sollte. Gegen Ende des Jahres 2002 sah es erneut so aus als würde United im Titelrennen wieder das Nachsehen haben, doch die Red Devils holten einen 8 Pts.-Vorsprung der Gunners noch auf und gewannen den Titel, zum 8.Mal innerhalb von 10 Jahren.

United Fans (Foto: Sarah Armitt)

Trotz der Verstärkungen gelang es United nicht den Erfolg in der Meisterschaft aus der Vorsaison zu wiederholen und am Ende belegte man hinter Arsenal und Chelsea den undankbaren dritten Platz. Dennoch gab es in dieser Saison erneut Titel zu feiern, denn neben dem Community Shield am Anfang der Saison gewann man durch ein 3-0 gegen Millwall im Finale des FA Cups auch diese Trophäe, inzwischen zum 11. Mal. Die Spielzeit 2004/05 sollte dann aber ohne Gewinn eines Wettbewerbes enden, für viele Menschen rund um Old Trafford ein Grund um Kritik zu üben. Doch der Fokus sollte in dieser Saison in Manchester weniger auf den sportlichen Aktivitäten als auf den finanziellen Aktivitäten rund um Manchester United liegen.

 

Protest gegen Glazer (Foto: Patrick Lauke)

Gegen Ende 2004 begann der amerikanische Geschäftsmann Malcom Glazer, der durch seine bisherigen Investitionen den Ruf eines unsentimentalen und streng auf Rendite fixierten Menschen bekommen hatte, Aktien von Manchester United sukzessive aufzukaufen. Am 12. Mai 2005 konnte Glazer die Anteile von John Magnier und John Patrick Magnus in Höhe von 28% erwerben und damit die Kontrolle über den Klub erlangen. Am selben Abend gab es einen weiteren Protestmarsch am Old Trafford mit zehntausenden von Fans, der sich später bei dem ersten Besuch der Glazers im Old Trafford wiederholen sollte und bei dem die amerikanische Familie mit Polizeischutz zu ihrem Hotel gebracht werden musste. 

Der Zorn der United Fans, die sich hintergangen fühlten, entlud sich unter anderem auch in der Gründung des FC United of Manchester, der von den enttäuschten und wütenden Fans unter der Führung von Andy Walsh am 14. Juni 2005 gegründet wurde.

Im Vergleich zur mehr oder weniger erfolglosen Saison 2005/2006 stellte sich die Saison 2006/07 deutlich besser dar. Zwar war United als Team nicht mehr so dominant wie in den vergangenen Jahren, jedoch konnte die Meisterschaft, das FA Cup Finale und das UEFA Champions League Halbfinale erreicht werden. Die Saison 2007/08 gestaltete sich als eine der erfolgreichsten in der Clubgeschichte, neben dem Community Shield konnte auch der erneute Gewinn der Premier League gefeiert werden. Doch damit war man noch nicht am Ende der Feierlichkeiten, denn im Finale der UEFA Champions League besiegte man den Chelsea F.C. nach Elfmeterschießen und gewann damit erneut die Champions League.

Auch die Saison 2008/09 reihte sich in die Liste der erfolgreichsten Spielzeiten ein, denn mit dem erneuten Gewinn der Meisterschaft, dem Gewinn des Ligapokals, dem Community Shield, sowie der FIFA Club Weltmeisterschaft holte man gleich 4 Trophäen nach Manchester. In der Spielzeit 2009/10 verpasste man jedoch, knapp hinter Chelsea die erfolgreiche Titelverteidigung und so blieb der erneute Gewinn des League Cups, der einzige Titel der Saison.             

 
 
 
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