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United - Rangers 0-0
Geschrieben von: Thorsten H.    Dienstag, 14. September 2010    Drucken E-Mail

Manchester United ist mit einem Remis gegen die Glasgow Rangers in die neue Champions League Saison gestartet. Nach enttäuschenden 90 Minuten in denen Manchester United zwar stets die Kontrolle über das Spiel hatten und im Mittelfeld nach Beleiben dominierte, taten sich die Red Devils gegen das schottische Abwehrbollwerk mehr als schwer und wirkten in ihren Aktionen oft ideenlos. Die Mannschaft von Manchester United die Sir Alex Ferguson auf 10 Positionen verändert hatte, tat sich vor allem beim Spiel über die Flügel gegen dicht gestaffelte Schotten mehr als schwer. Einen bitteren Beigeschmack erhielt der Abend durch die Verletzung von Antonio Valencia.

United nur Remis (Foto: Austin Osuide)

Gegenüber dem Spiel gegen Everton griff Sir Alex Ferguson wieder auf ein klassiches 4-4-2 System zurück. Daneben gab es auch einige personelle, sowie systembedingte Änderungen in der Anfangsformation von Manchester United. Sir Alex Ferguson rotierte ordentlich durch und wie erwartet bekamen die Vetranen wie Neville, Scholes und Giggs die angedachte Ruhepause. Dennoch hatte Sir Alex Ferguson einige mehr oder weniger große Überraschungen parat und mit Darren Fletcher stand lediglich ein Spieler aus der Anfangsformation gegen Everton in der Startelf. In der Abwehr gab wie erwartet Rio Ferdinand in der Innenversteidigung sein lang erwartetes Comeback, seinen Partner gab diesmal Chris Smalling der Vidic ersetzte, der wie Berbatov eine Ruhepause bekam und dementsprechend auch nicht auf der Bank Platz nahm.

Alex Ferguson verändert das Team auf 10 Positionen

Auf der Außenverteidigerpositionen setzte Ferguson auf Fabio und Brown, die Evra und Neville ersetzten. Im Mittelfeld spielte wie erwartet neben Fletcher der junge Gibson auf der zentralen Position, dafür besetzten Valencia und Park die Flügelpositionen im Mittelfeld. Wie erwartet durfte auch Wayne Rooney im Angriff wieder ran, etwas überraschend angesichts der Form von Berbatov war jedoch der Einsatz von Javier Hernandez.

Insgesamt schüttelte Sir Alex Ferguson die Starformation ordentlich durch und hatte wieder einmal die ein oder andere Überraschung parat, indem er Vidic, Evra, van der Sar und Berbatov nicht aufs Feld schickte. Die Aufstellung schien viele zu überraschen hatte sie doch eher mehr mit einer Anfangsformation eines League Cup Spiels als mit der eines Champions League Spiels gemein. Wenn es wohl eine Konstante in Manchester gibt dann die der Unberechnebarkeit des Sir Alex Ferguson.

Manchester United beginnt druckvoll

Manchester United begann im traditionellen Rot sehr druckvoll und lies von Beginn an keinen Zweifel aufkommen wer hier in Old Trafford das Sagen hatte, die Rangers beschränkten sich zunächst darauf nach Möglichkeit mit 10 Mann hinter den Ball zu kommen um in der Verteidigung gut zu stehen. Das zeigte Wirkung denn Manchester United fand kein geeignetes Mittel um die Verteidigung der Rangers effektiv zu überwinden.

Der Übermacht im Mittelfeld versuchten die Rangers immer wieder einzelne Vorstöße entgegen zu setzen, was der Verteidigung eine Atempause ermöglichte. Die erste nennenswerte Gelegenheit bot sich Manchester United durch ein schönes Zusammenspiel von Herandez und Fabio, der letzteren schön auf dem linken Flügel bediente und dieser sogleich Fahrt aufnahm und wieder auf Hernandez, der mittlerweile im Strafraum, war abspielte, sein Kopfball verfehlte aus 10 Metern leider sein Ziel.

Hernandez Partner, Wayne Rooney hatte allerdings gegen Bougherra, der schon beim Spiel England gegen Algerien einen guten Job machte, einen schweren Stand und kam nicht wirklich ins Spiel. Manchester United kombinierte gefällig, hatte aber große Mühe den Ball in den Straraum zu bringen, da die Rangers mehr als gut standen. So beschränkten sich die Chancen zur Hauptsache auf Schüsse aus der Distanz.

Wie in der 23. Min. als Fabio durch Gibson prima in Szene gesetzt wurde, dieser aber aus rund 18 Metern auf der linken Seite das Tor verfehlte. Manchester United versuchte aber weiterhin die Verteidigung der Rangers mit Flanken ausser Gefecht zu setzen, dass Ergebnis war eine ware Flut von Flanken die alle an den gut positierten Verteidigern der Teddy Bears hängen blieben.

Taktik der Rangers geht auf

Die Rangers schienen mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden, so überliessen sie Manchester United gerne das Mittelfeld um sie dann mit einer massierten Verteidigung vor dem eigenen Sechzehner zu erwarten. In der 34. Minute war es wieder ein Distanzschuß, diesmal von Darron Gibson, bedient von Fletcher aus dem linken Halbfeld, der wieder Gefahr brachte, doch aus 19 Metern verzog der junge Spielmacher knapp.

United schien nun konsequenter zu Werke zu gehen und Fabio setzte sich mit dem ihm eigenen Tempo auf dem Flügel gleich gegen zwei Gegenspieler durch, wurde jedoch von Papac sauber an der Strafraumgrenze abgefangen.

United ideenlos (Foto: Gordon Flood)

United war in dieser Phase zwar drückend überlegen, scheiterte aber immer wieder an der hervoragenden Verteidigung der Rangers, die zwar einige Schüsse zuließen aber nur wenige gingen davon direkt aufs Tor. Einen Schuß aufs Tor gab in der 37. Minute Darron Gibson ab als er aus zentraler Position, von Ji-Sung Park auf rechts bedient, McGregor prüfte. Gegen Ende der ersten Hälfte wirkte Manchester United angesichts ihrer drückenden Überlegenheit und der starken Defensive der Rangers zunehmend frustriert. Die letzte Aktion der ersten Hälfte hatte dann Debütant Chris Smalling der zwar nicht oft gefordert war, doch wenn man ihn brauchte erledigte er seinen Job sehr gut. So geschehen als er Naismith mit einem sauberen und fast perfekten Tackling am Durchbruch hinderte.

United findet kein Mittel gegen das Abwehrbollwerk der Rangers

Die erste Halbzeit war in jedem Fall nicht nach dem Geschmack von Sir Alex Ferguson, der mitansehen musste wie ein United Angriff nach dem anderen auf das Tor der Rangers zurollte, aber immer wieder verpuffte. Die Rangers hingegen konnten mit der ersten Hälfte mehr als zufrieden sein, zwar gaben sie nicht einen einzigen Torschuß ab, jedoch verhinderten sie mit ihrer Spielweise eine Führung von Manchester United und das schien zu diesem Zeitpunkt zwar ein unschönes, aus der Sicht von Manchester United, aber probates Mittel zu sein.

Zweite Hälfte und keine Änderung

Die zweite Halbzeit begann ein wenig überraschend ohne Veränderungen auf Seiten von Manchester United und genau dort wo die Red Devils aufgehört hatten. Die 50. Minute schien in diesem Zusammenhang exemplarisch zu sein, nach schöner Kombination von Valencia und Brown war wieder einmal im Strafraum Schluß, es war wie verhext. Fast schien es so als würden sich die blauen Trikots verdoppeln sobald der Ball in den Sechzehner kam.

Nur eine Minute später hatte Fletcher eine Gelegenheit auf dem Fuß, den freistehenden Rooney mustergültig zu bedienen, doch der Pass war mehr als schwach und fand nicht seinen Abnehmer. In der 57. Minute folgte dann ein unglücklicher Zweikampf aus Sicht von Manchester United, in folge dessen Valencia ausgewechselt werden musste. Für den verletzten Mittelfeldspieler kam in der 63. Min. Ryan Giggs.

Manchester United tat sich in der Folgezeit weiterhin schwer und die Rangers beschränkten sich lediglich darauf punktuell von Verteidigung auf Angriff umzuschalten. In der Zwischenzeit kam zwar Wayne Rooney immer besser ins Spiel und zeigte auch den Willen hier ein Tor zu erzielen, doch zuoft liefen seine Bemühungen ins Leere.

Doch United gab nicht auf, in der 69. Minute brach Giggs auf dem linken Flügel durch und legte eine Flanke auf Rooney der den Ball aber nicht direkt mit dem Kopf aufs Tor lenken konnte. Dennoch, so langsam aber sicher schien Manchester United, dem wichtigen Tor näher zu kommen.

Evans, Giggs und Owen bringen keine Änderung

Gut 15 Minuten vor dem Ende brachte dann Sir Alex Ferguson für Fabio und Park, Evans und Owen, um den Druck im Zentrum weiter zu erhöhen. Doch trotz dieser neuen Impulse tat sich United weiter schwer und die Rangers konnten sich immer öfter aus der Umklammerung befreien, trauten sich dann aber in letzter Konsequenz nicht mit 100% nach vorne zu gehen.

Enttäuschender Start (Foto: Paolo Camera)

So blieb in der Schlußphase des Spiels vor allem die aufkommende Verzweiflung bei Manchester United im Fokus der Betrachtung. Es war bezeichnend für das gesamte Spiel, dass Gibson in der 89. Minute erneut mit einem Weitschuß versuchte den Schlußmann der Rangers zu überwinden, doch sein Schuß wurde abgeblockt.

In der Nachspielzeit gab es nocheinmal Aufregung als Giggs im Strafraum mit Edu aneinander geriet und dieser den Ball leicht mit der Hand berührte. Ryan Giggs forderte lautstark beim Schiedsrichter einen Strafstoß, wurde dann aber wegen Meckerns mit Gelb bedacht. Dann war auch im Old Trafford Schluß und den Spielern von Manchester United war die Enttäuschung über das 0-0 regelrecht anzusehen.

Enttäuschendes Remis und bittere Verletzung von Valencia

Denn trotz 63% Ballbesitzes war Manchester United nicht in der Lage gegen sehr gut stehende Rangers, die sich mehr oder weniger nur aufs Verteidigen beschränkten, das so wichtige Tor zu erzielen. Zwar gaben die Red Devils satte 21 Schüsse, jedoch waren nur 3 davon direkte Schüsse auf das Tor von McGregor. Neben dem Unvermögen die kompakte Abwehr zu überwinden, erhielt der Abend vor allem durch die Verletzung von Antonio Valencia einen bitteren Beigeschmack . Insgesamt war dies deutlich zu wenig für die Ansprüche von Manchester United und so hoffen wir alle gegen Valencia auf Besserung. 



Tore: Fehlanzeige


Gelbe Karten: McGregor (43. Min.), Giggs (94. Min.), McCulloch (95. Min.)


Aufstellung Manchester United: Kuszczak, Brown, Smalling, Ferdinand, Fabio (Evans, 74. Min.), Valencia (Giggs, 63. Min.), Fletcher, Gibson, Park (Owen, 75. Min.), Rooney, Hernandez    


Bank Manchester United: van der Sar, O'Shea, Evans, Anderson, Giggs, Owen, Macheda

 
 
 
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